Mietrecht

Mieterhöhung erhalten? Wann Sie zustimmen müssen

12. Februar 20246 Min. LesezeitmyRecht24 Redaktion

Das Wichtigste in 30 Sekunden

  • Keine Erhöhung ohne Zustimmung (aktiv oder per Klage)
  • Sperrfrist: Miete muss 15 Monate unverändert bleiben
  • Kappungsgrenze: Max. 20% Erhöhung in 3 Jahren (in Ballungsräumen 15%)
  • Begründungspflicht: Mietspiegel oder 3 Vergleichswohnungen
  • Sonderfall Modernisierung: 8% der Kosten dürfen auf Jahresmiete umgelegt werden
Fazit

Prüfen Sie genau, ob die Vergleichsmiete korrekt angesetzt ist, bevor Sie unterschreiben.

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Die Mieterhöhung bis zur Vergleichsmiete (§ 558 BGB)

Der Vermieter darf die Miete nicht willkürlich "anpassen". Er muss nachweisen, dass die verlangte Miete ortsüblich ist.

Begründungsmöglichkeiten

  1. •Mietspiegel: Der qualifizierte Mietspiegel der Stadt ist das wichtigste Instrument.
  2. •Vergleichswohnungen: Benennung von drei vergleichbaren Wohnungen (oft angreifbar).
  3. •Mietdatenbank / Gutachten.

Grenzen der Erhöhung

Selbst wenn die ortsübliche Miete höher liegt, schützen zwei Grenzen den Mieter:

  1. •Jahres-Sperrfrist: Die erste Erhöhung ist frühestens 12 Monate nach Einzug möglich (wirksam nach 15 Monaten).
  2. •Kappungsgrenze: Innerhalb von 3 Jahren darf die Miete um maximal 20% steigen.
    • •In Gebieten mit "angespanntem Wohnungsmarkt" (z.B. Berlin, München, Hamburg) oft auf 15% reduziert!

Zustimmung und Überlegungsfrist

Sie müssen der Erhöhung nicht sofort zustimmen. Sie haben Zeit bis zum Ende des übernächsten Monats ("Überlegungsfrist").

  • •Zugang im März -> Frist bis 31. Mai.
  • •Stimmen Sie nicht zu, muss der Vermieter auf Zustimmung klagen.

Rechtlicher Hinweis

Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Für eine erste individuelle Einschätzung Ihres Falls empfehlen wir die Nutzung unserer KI-gestützten Fallanalyse oder die Konsultation eines Rechtsanwalts.

Themen:
Mietrecht
Mieterhöhung
Mietspiegel
Kappungsgrenze

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